{"id":244,"date":"2016-10-21T16:56:51","date_gmt":"2016-10-21T14:56:51","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.torstensense.de\/?page_id=244"},"modified":"2019-04-24T15:24:44","modified_gmt":"2019-04-24T13:24:44","slug":"kompositionstechniken","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/torstensense.de\/?page_id=244","title":{"rendered":"Kompositionstechniken"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Null<\/span><\/p>\n<p>Mein erster &#8222;Eingriff&#8220; in die Gestalt der Fibonacci-Folge betrifft die Nullen. Die erste Null streiche ich, weil sich aus musikalischer Sicht\u00a0f\u00fcr mich eine andere Symmetrie ergibt als f\u00fcr die Mathematiker. Wenn \u00a0die Perioden erst mit 1, 1&#8230; anfangen, beginnt bei den meisten Perioden \u00a0die zweite H\u00e4lfte ebenfalls mit einer Repetition. Die weiteren, signifikant wiederkehrenden Nullen ersetze ich durch den Teiler. Anstatt zu sagen: 3 durch 3 hat als unteilbaren Rest Null, sage ich: die 3 passt genau in den gesetzten Rahmen. Ich habe von Anfang an in Tonstufen gedacht. Der Teiler wird somit immer zum h\u00f6chsten Ton der Reihe und meiner Meinung nach, &#8222;wollen&#8220; die Zahlen da auch hin, wenn man sie musikalisch betrachtet. Ich nenne die von mir modifizierten Pisano-Module von jetzt an &#8222;Fibonacci-Module&#8220;.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Das &#8222;Boxen-System&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Verwendet man zwei- oder sogar dreistellige\u00a0Zahlen als Teiler, vergr\u00f6ssern sich die f\u00fcr diese Reihen typischen Spr\u00fcnge. Das kann mitunter zu unspielbaren Tonfolgen f\u00fchren. Ausserdem m\u00f6chte man auch &#8222;dichtere&#8220; Kl\u00e4nge erzeugen k\u00f6nnen. Ich habe mir aber die Regel aufgestellt, dass die T\u00f6ne, die sich aus den Reihen ergeben, nicht einfach oktaviert\u00a0werden d\u00fcrfen. Das w\u00fcrde den Charakter dieser Reihen zerst\u00f6ren. Also habe ich ein Verfahren erfunden, um die Reihen &#8222;zusammenzudr\u00fccken&#8220;. Ich stelle mir vor, ich w\u00fcrde die Zahlen der Fibonacci-Module wie Teilchen durch eine \u00d6ffnung in eine Box von definierter Form und Gr\u00f6sse schicken. Der Ort der \u00d6ffnung ist auch definiert. Der Zahlenwert ist gleich der Energie des Teilchens, sie bestimmt, wie lange das Teilchen fliegt, bevor es seine Endposition erreicht. Auf dem Weg dorthin wird es abh\u00e4ngig von der Gr\u00f6sse und Beschaffenheit der Box keinmal, einmal oder mehrmals durch die W\u00e4nde der Box abgelenkt. Dadurch erhalte ich ver\u00e4nderte Zahlenwerte, eine Variation der Zahlenreihe des jeweiligen Moduls, die ich als Werte f\u00fcr die Parameter Tonh\u00f6he, Dynamik, Klangfarbe und Rhythmus einsetzen kann.<\/p>\n<p>Der Charakter der Module bleibt nach Anwendung dieser Technik erhalten. Eine durch das Boxen-System komprimierte Reihe \u00e4hnelt einem Fibonacci-Modul gleichen Umfangs, ist aber nicht identisch mit ihm. Das ist auch der Grund, warum ich nicht einfach &#8222;kleinere&#8220; Module benutze, wenn ich Zahlenwerte ben\u00f6tige, die enger beieinander liegen. F\u00fcr mich ist mittlerweile jedes Modul ein eigener Topos mit individuellen Eigenschaften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Null Mein erster &#8222;Eingriff&#8220; in die Gestalt der Fibonacci-Folge betrifft die Nullen. Die erste Null streiche ich, weil sich aus musikalischer Sicht\u00a0f\u00fcr mich eine andere Symmetrie ergibt als f\u00fcr die Mathematiker. Wenn \u00a0die Perioden erst mit 1, 1&#8230; anfangen, beginnt bei den meisten Perioden \u00a0die zweite H\u00e4lfte ebenfalls mit einer Repetition. Die weiteren, signifikant &hellip; <a href=\"https:\/\/torstensense.de\/?page_id=244\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Kompositionstechniken<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/244"}],"collection":[{"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=244"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":536,"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/244\/revisions\/536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/torstensense.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}